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Therapeutisches Beckenbodentraining                      

Was ist der Beckenboden?

Der Beckenboden besteht aus festem Bindegewebe und quergestreifter (willkürlicher) Muskulatur. Er hat die Aufgabe, alle Beckenorgane zu tragen, sowie die drei Öffnungen für Harnröhre, Scheide und After muskulär zu verschließen.

Was bedeutet Inkontinenz?

Unter Inkontinenz versteht man den unfreiwilligen, unwillkürlichen Verlust von Harn oder Stuhl.
Harn- und Stuhlinkontinenz sind Krankheiten, an denen über eine halbe Million Menschen in Österreich leiden.
Nur 30 - 40 % der Betroffenen sprechen mit ihrem Arzt darüber.

Warum wird man inkontinent?

Die häufigste Ursache für Inkontinenz ist eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur.
Verschiedene Faktoren, wie z. B. Geburten, schwere Arbeit, chronische Verstopfung oder Bronchitis, angeborene Bindegewebeschwäche, Unterleibsoperationen oder die hormonelle Umstellung des Körpers in den Wechseljahren können ein Risiko für eine spätere Inkontinenz bergen.

Wie kann man Inkontinenz behandeln?

Es gibt eine Vielzahl von verschiedenen Therapiemöglichkeiten, abgestimmt auf die Ursache des jeweiligen Problems. In den meisten Fällen können die Beschwerden durch ein gezieltes Beckenbodentraining gemindert oder sogar ganz geheilt werden.

Was ist Beckenbodentraining?

Beckenbodentraining bedeutet nicht nur ein gelegentliches Anspannen des Beckenbodens, sondern meint ein regelmäßiges, systematisches Training der Beckenbodenmuskulatur.
Unter physiotherapeutischer Anleitung werden Kraft, Reaktionsfähigkeit und Ausdauer, aber auch die bewusste Entspannungsfähigkeit des Beckenbodens trainiert.

Vorraussetzung für die Konsultation einer physiotherapeutischen Behandlung ist eine genaue ärztliche Abklärung durch Ihre/n Gynäkologin/en, Urologin/en oder Proktologin/en und eine Zuweisung zur Physiotherapie.